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Spritzentlackungsanlage SEL und TEWA  

 

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  1. Grundlagen

 Grundlage bei der Entwicklung der Anlage waren folgende Punkte:

·         Einfache Handhabung der Anlage

·         Hoher Wirkungsgrad der Anlage

·         Niedrige Beschaffungs- und Betriebskosten

·         Geringer Platzbedarf

·         Kreislaufsystem für die Beschaffung, Anwendung und Entsorgung des Entlackungsmittels

·         Entlackungsmittel mit geringem Gefährdungspotential für Anwender und Umwelt

·         Dampffreier Betrieb der Anlage

 

  1. technische Beschreibung der Anlage

  a)     Gehäuse der Anlage

Die Anlage ist als Zweikammeranlage konstruiert und gefertigt. Durch dieses System wird vermieden, dass beim Spülen nach dem Entlackungsvorgang eine Vermischung der beiden Flüssigkeiten Entlacker und Spülmedium stattfindet. Die Anlage wird als selbsttragende Blechkonstruktion gefertigt. Die gesamten Gehäuseteile bestehen aus Edelstahl, 1.4301

Jede Kammer hat einen untergebauten Tank für die eingesetzte Flüssigkeit beim Entlacken und Spülen.

Alle Anlageteile werden fachmännisch geschweißt und einzeln auf ihre Dichtheit geprüft.

b)     Flüssigkeitstanks

Die Flüssigkeitstanks sind unterhalb der jeweiligen Behandlungskammer angeordnet. Ein direkter Rücklauf der Chemikalien und Spülmedien ist somit gewährleistet.

Die schräg eingebauten Tankböden ermöglichen ein restloses Entleeren der Tanks.

Die gute Zugänglichkeit der beiden Tanks bei der Reinigung und beim Flüssigkeitswechsel sind bei der Konstruktion berücksichtigt.

c)  Grobfilter

Direkt im Rücklaufstrom sind in Entlackungs- und Spülzone Siebdeckel mit Grobfilter eingesetzt, die grobe Schmutzpartikel und Lackreste zurückhalten. Die Zugänglichkeit der Filter ist sehr leicht und der Filterwechsel einfach zu handhaben.

d) Tankbeheizung

Die Beheizung der Kammern wird mit elektrischen Heizpatronen erreicht. Die aus Edelstahl bestehenden Hülsen der Heizpatronen lassen eine problemlose regelmäßige Reinigung beim Flüssigkeitswechsel der einzelnen Tanks zu

e) Schiebetüren

Die Behandlungskabinen für Entlackung und Spülen sind durch eine Schiebetür getrennt. Die Beschickung der Anlage erfolgt über eine weitere Schiebetür in der Spülzone.

Die Schiebetüren werden beide durch die Betätigung der vorderen Schiebetüre gleichzeitig nach oben oder unten bewegt.

f)  Revisionstüre

Bei der vorderen Behandlungskabine ist die Zugänglichkeit des Tanks, der Heizstäbe und der Düsenstöcke über die Schiebetür der Beschickung sichergestellt.

Die hintere Behandlungskammer hat an der Rückseite eine große Revisionstüre. Diese Türe lässt ebenfalls einen freien Zugriff zu den o.g. Teilen der Behandlungskabine zu.

g)  Düsenstöcke und Düsen

Die einzelnen Düsenstöcke sind unterhalb des Korbes, an der Seite und im Deckenbereich der Behandlungskabinen angeordnet. 

Die verwendeten Düsen sind Schnellwechseldüsen mit einzeln einstellbaren Düsenköpfen.

Die Düsen können gleichmäßig oder im Bedarffall individuell für die Entlackungsaufgabe eingestellt werden.

Für das Wechseln der Düsen ist kein Werkzeug erforderlich.

  

  1. Wirkungsweise

Bei der Wirkungsweise der Anlage spielen vier Faktoren eine wesentliche Rolle:

·         Das Entlackungsverhalten der eingesetzten Chemikalien

·         Die Pumpenleistung und damit verbunden der Druck und die Schwemmwirkung

·         Die Düsenanordnung

·         Die Betriebstemperatur

In der Spritzentlackungsanlage werden die Teile in einem durch einen Getriebemotor angetriebenen Korb an einem feststehenden Düsenrahmen vorbeigedreht. Dabei ist gewährleistet, dass alle im Korb befindlichen Teile gleichmäßig mit dem Entlackungsmittel beaufschlagt werden.In Verbindung mit der Betriebstemperatur von 60 – 80° C (max. 100o C) kann die Wirkung des Entlackungsmittels voll zur Entfaltung kommen.  

Die hohe Pumpenleistung in Verbindung mit dem Druck über das Düsensystem gewährleistet ein schnelles Wegschwemmen des sich lösenden Lacks von der Oberfläche des Entlackungsguts.

Das Nachspülen in der separaten Behandlungskabine bewirkt ein sauberes Werkstück nach den Verlassen der Anlage.

 

  1. Funktionsbeschreibung

Vor der eigentlichen Entlackung sind an der Anlage folgende Einstellungen vorzunehmen:

-     Temperatur des Entlackungsmittels

-     Temperatur der Spülflüssigkeit

-     Behandlungszeit Entlacken/Spülen

 

Nach Öffnen der Schiebetür und Herausziehen des Korbes sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:

 

·         Einlegen der Teile in den Korb

·         Einschieben des Korbes in die Spülkabine

·         Weiterschieben des Korbes mit der Schubstange in die Entlackungskabine

·         Schließen der Hubtüre

·         Drücken der Starttaste „Entlacken“

·         Nach Ablauf der Entlackungszeit einschalten der Absaugventilatoren

·         Öffnen der Schiebetüre

·         Vorschub des Korbes in die Spülkabine

·         Drücken Startknopf „Spülen“

·         Nach Ablauf der Spülzeit einschalten der Absaugventilatoren

·         Öffnen der Schiebetüre

·         Herausziehen des Korbes

·         Entladen des Korbes

   

  1. Beschickung

  Die Beschickung der Anlage mit Materialkörben ist in vier Varianten möglich:

  • Einlegen der Teile direkt in den Materialkorb

  • Beschickung manuell mittels Einfahrgestell

  • Beschickung manuell mit einem Transportwagen (Dieser Wagen wird an die Anlage angedockt und dient gleichzeitig als Transporteinheit für das Transportieren des Korbes innerhalb des Fertigungshalle).

  • Beschickung manuell mit Doppelquerverschub

Beim Doppelquerverschub sind zwei Materialkörbe im Einsatz. Während ein Korb beladen wird, werden im zweiten Korb die Teile in der Anlage behandelt.

Nach der Behandlung wird er mit den behandelten Teilen aus der Anlage gezogen und quer zur Einschubrichtung neben die Anlage positioniert. Danach kann der Korb mit den unbehandelten Teilen vor die Anlage geschoben und eingefahren werden.

Der Korb mit den behandelten Teilen wird nun entladen und kann neu bestückt werden.

  1. Absaugung

 Für die Absaugung  in der Entlackungskabine und in der Spülkabine sind serienmäßig je ein Ventilator eingebaut. Nach Anschluss der Ventilatoren an ein Rohrsystem in den Außenbereich wird die Anlage dampffrei betrieben.

Durch den Einsatz eines Schwadenkondensators kann die Anlage dampf- und abgasfrei betrieben werden. Die Emissionsgrenzwerte für gefasste Abgase gem. VOC-Richtlinie werden dadurch gegenstandslos.

 

  1. Technische Daten

 

                 SEL 80 

Bezeichnung

Technische Daten

Nutzmaße, Nutzlast

Korb Ø 800 mm, Höhe 500 mm, 150 kg

Pumpenleistung

Ca. 220 l/min

Heizung

Entlacken 2 x 5 kW, Spülen 7,5 kW

Korbantrieb

Getriebemotor 0,37 kW

Ventilator Entlacken und Spülen

10 m3/h, 430 Pa, 0,13 kW

Tankvolumen

Entlacken 150 l, Spülen 150 l

                  

                 SEL 100 

Bezeichnung

Technische Daten

Nutzmaße, Nutzlast

Korb Ø 1000 mm, Höhe 600 mm, 200 kg

Pumpenleistung

Ca. 220 l/min

Heizung

Entlacken 2 x 5 kW, Spülen 7,5 kW

Korbantrieb

Getriebemotor 0,37 kW

Ventilator Entlacken und Spülen

10 m3/h, 430 Pa, 0,13 kW

Tankvolumen

Entlacken 200 l, Spülen 200 l

                      

                  SEL 120           

Bezeichnung

Technische Daten

Nutzmaße, Nutzlast

Korb Ø 1200 mm, Höhe 600 mm, 200 kg

Pumpenleistung

Ca. 220 l/min

Heizung

Entlacken 2 x 5 kW, Spülen 7,5 kW

Korbantrieb

Getriebemotor 0,37 kW

Ventilator Entlacken und Spülen

10 m3/h, 430 Pa, 0,13 kW

Tankvolumen

Entlacken 250 l, Spülen 250 l

Nutzmaße, Nutzlast

Korb Ø 1200 mm, Höhe 600 mm, 200 kg

                 

  1.  Entlackungsmittel für die Spritzentlackungs-Anlagen  SEL 80 - 120

Als geeignete Spritzentlackungsmittel in den oben beschriebenen Anlagen stehen zwei Standardprodukte der Chemischen Werke Kluthe, Heidelberg zur Verfügung. Weitere Produkte sowie individuelle Anpassungen auf Anfrage.

Unser Service beinhaltet auch die Rücknahme der verschlammten und verbrauchten Produkte in unseren  Liefergebinden und deren Verwertung.

Die beiden Standardprodukte Controx E 132 und Controx E 230 überzeugen durch hohe Entlackungswirkung bei relativ niedriger Anwendungstemperatur. Das Gefährdungspotential im Bezug auf Umwelt- und Arbeitsschutz ist bei sachgerechter Anwendung in den Spritzentlackungsanlagen auf ein Minimum reduziert.

Im einzelnen haben die Produkte folgenden Einsatzbereich:

 

a)     Controx E 132 und E 230  

 

 

 

Controx E 132

Controx E 230

Zusammensetzung

Verschiedene Lösemittel, Additive,

Alkalien

Lauge, verschiedene Lösemittel, Additive

Metalle

Aluminium und andere NE-Metalle, beständige Kunststoffe

Ferritische Metalle (Stahl), beständige Kunststoffe

Lacksysteme

Fast alle bekannten Lacksysteme, die Schichtdicke ist zu beachten

Fast alle bekannten Lacksysteme, die Schichtdicke ist zu beachten

Badansatz

Unverdünnt

Ggf. Nachschärfung mit Controx EB 279

ca. 1:1 mit Wasser

Ggf. Nachschärfung mit Neuware

Entlackungs-

temperatur

60 – 80o C

ca. 80o C

Flammpunkt

93o C

entfällt

Zündtemperatur

> 200o C

entfällt

Standzeit

20-25 % Lack-Festkörpergehalt

20-25 % Lack-Festkörpergehalt

Entsorgung

Rücknahme des Entlackungsmittels, Aufbereitung der Schutzware, Wiederanlieferung von Regeneratware

Rücknahme des Entlackungsmittel.

Aufbereitung und Entsorgung

 

Die Auswahl des geeigneten Entlackungsmittels hängt vor allem vom Material des Entlackungsguts ab. Für Stahlteile eignen sich besonders die preiswerten wässrig-alkalischen Heißentlackungsmittel wie z.B. Controx E 230. Aluminium und andere NE-Metalle können nur in wasserfreien Entlackungsmitteln wie z.B. Controx E 132 entlackt werden. Wir empfehlen, entsprechende Vorversuche durchzuführen.

Nach diesen Versuchen kann die Auslegung der Anlage in Verbindung mit dem geeigneten Entlackungsmittel festgelegt werden.

 

Die in der VOC-Richtlinie 1999/13/EG vom 11.3.99 festgelegten Punkte werden mit dieser Anlage eingehalten.

   

.SS
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